Erste Schritte
Diese Seite führt dich vom frisch installierten Panel bis zur ersten DNSSEC-aktivierten Zone, die deinen Mailserver und ein paar Webdienste auflöst. Schätzdauer: 10 Minuten.
1 · Admin-Zugang prüfen
Nach dem ersten Login landest du auf dem Dashboard. Klick rechts oben auf deinen Namen → Profil und ändere das Passwort, falls du noch das automatisch generierte nutzt.
2 · Ersten PowerDNS-Server eintragen
Einstellungen → DNS-Server → Server hinzufügen. Felder:
- Name – Anzeigename, z. B.
master-fra1. - URL – die HTTP-API des PowerDNS-Servers, etwa
http://pdns:8081. - API-Key – aus
pdns.conf(Schlüsselapi-key=). - Schreibend? Aktiv lassen.
Auf Verbindung testen drücken. Erscheint ein grünes „OK", speichern. Wenn nicht: prüfe Firewall, webserver-allow-from in pdns.conf und ob die URL aus Sicht des PDNS-Manager-Containers erreichbar ist (innerhalb von Docker oft http://<container-name>:8081).
3 · Erste Zone anlegen
Unter Zonen → Neu. Beispiel für example.com:
{
"name": "example.com",
"kind": "Native",
"nameservers": ["ns1.example.com.", "ns2.example.com."],
"soa_edit_api": "DEFAULT",
"enable_dnssec": false
} - Kind:
Nativeist der häufigste Fall (PowerDNS bedient die Zone direkt aus der DB).Masterwenn du klassische AXFR-Slaves hängst,Slavewenn dieser Server eine Zone von wo anders zieht. - Nameservers: Die NS-Records, die in der Zone stehen sollen. Punkt am Ende nicht vergessen – sonst hängt PowerDNS den Domain-Suffix dran.
- SOA edit API:
DEFAULTsetzt die Serial automatisch hoch, sobald sich was ändert. Andere Werte (EPOCH,INCREMENT-WEEKS…) braucht man selten.
4 · Records anlegen
Klick auf die Zone in der Liste → du landest in der Zone-Detail-Ansicht. Dort gibt es pro Record-Typ ein Formular. Beispiel: zwei A-Records und ein MX-Record.
@ A 300 203.0.113.10
www A 300 203.0.113.10
mail A 300 203.0.113.20
@ MX 3600 10 mail.example.com.
@ TXT 3600 "v=spf1 mx -all"
Im Panel ist das jeweils Name → Typ → TTL → Inhalt. @ in PowerDNS bedeutet die Zone selbst, also example.com.; das setzt die UI für dich.
5 · Zone testen
Vor DNSSEC einmal Plain-DNS gegen den PowerDNS-Server fragen:
dig +short @pdns.intern example.com A
dig +short @pdns.intern www.example.com A
dig +short @pdns.intern example.com MX
Wenn die Antworten kommen, weißt du: PowerDNS sieht die Zone und liefert sie aus. Falls nicht, ist meist local-address= oder allow-axfr-from= in pdns.conf der Schuldige.
6 · DNSSEC aktivieren
In der Zone-Detail-Ansicht rechts oben gibt es ein DNSSEC-Panel. Aktivieren drücken – PowerDNS legt automatisch ZSK und KSK an. Anschließend siehst du die generierten DS-Records:
example.com. DS 12345 13 2 ABCDEF0123456789... Diese DS-Records musst du beim Registrar deiner Domain eintragen (oft unter „DNSSEC" / „DS records") – sonst wird die Signatur in der globalen DNS-Hierarchie nicht akzeptiert.
7 · Optional: Welcome-Mail / SMTP testen
Falls du die Selbst-Registrierung später aktivierst, willst du wahrscheinlich, dass neue Nutzer eine schöne Begrüßungsmail bekommen. Unter Einstellungen → SMTP die Server-Daten eintragen, dann Test-Mail senden. Wenn das ankommt, Einstellungen → Welcome-Mail öffnen, Subject und Body anpassen (Live-Vorschau ist eingebaut), Test-Senden – fertig.
8 · Aufräumen
- Wenn alle Wunsch-Accounts angelegt sind, in der
.envENABLE_REGISTRATION=falsesetzen unddocker compose up -d. - Backup einplanen:
docker exec dns-manager-db mysqldump -u root -p dns_manager > backup_$(date +%F).sql. - Reverse-Proxy mit TLS davor – siehe Sicherheit & Härtung.